Zur rechtlichen Absicherung informieren wir Sie in diesem Beitrag zur maximal erlaubten Sendeleistung in Deutschland (auch EIRP Wert bei Isostrahlern genannt), andere Länder können abweichende Regelungen vorschreiben, wir bitten unsere Kunden, sich hier entsprechend zu informieren.

Einleitung

Jeder Benutzer ist für die Einhaltung bestimmter Grenzwerte selbst verantwortlich, denn nur sie wissen, welche technischen Komponenten sie miteinander verknüpft haben. Grundsätzlich ist der jeweilige Hersteller eines Sendegeräts (z. B. Router) gesetzlich verpflichtet, dass sein Produkt den deutschen Richtlinien angepasst ist. Beim Anschließen einer WLAN-Erweiterung wird diese Pflicht also selbstverständlich auf den Betreiber des Sendegeräts übertragen. Wenn die zulässige Sendeleistung überschritten wird, drohen dem Betreiber Strafen und möglicherweise eine Beschlagnahme der dafür verwendeten Geräte.

Für genauere Informationen über alle einzuhaltenden Werte besuchen sie bitte die Bundesnetzagentur.

Eine Umrechnungstabelle von dBm zu mW und weitere Informationen zu diesem Thema findet sich hier bei Wikipedia. Informationen zum Antennengewinn dBi gibt es in diesem Wikipedia-Artikel.

Einige Grundsätze

Hier einige der wichtigsten „Regeln“ bezüglich DECT und WLAN:

  • 24dBm bzw. 250 mW ist bei DECT der Wert für die maximale Wert für die Strahlungsleistung EIRP,
  • bei WLAN liegt dieser bei 20dBm bzw. 100 mW.
  • Es gibt keine Vorschriften welche Antennen für DECT oder WLAN verwendet werden müssen.
  • Jeder Hersteller hat eine bestimmte Konformitätserklärung für sein Produkt. Bei einer privaten Veränderung am Gerät sollte sich der Verbraucher vorher ausreichend informieren, da diese Konformitätserklärung nicht durch Verwendung einer Antenne mit zu hohem Antennengewinn verletzt werden darf.
  • Die Einhaltung kann durch eine Reduzierung der Sendeleistung sichergestellt werden (hier z. B. für Fritz!Box-Modelle erklärt).

Begriffserklärung EIRP

EIRP (Equivalent Isotropic Radiated Power) ist die Sendeleistung an einem Isostrahler. Man darf keine Feldstärke erzeugen, die an einer beliebigen Stelle größer ist, als die eines Isostrahlers bei 20dBm Sendeleistung bei WLAN. Hat man nun eine Antenne mit Gewinn durch Konzentrierung der Strahlung in eine bestimmte Richtungen, sodass der zulässige EIRP-Wert überschritten wird, so muss die Sendeleistung entsprechend reduziert werden, um im gesetzlich zulässigen Rahmen zu bleiben. Bei der Fritz!Box ist dies per Software möglich. Leistungseinbußen in Steckern, Kabeln, Splittern usw. können dabei berücksichtigt werden.

Folgende Formel darf den Zahlenwert von 20dBm bei WLAN (24dBm bei DECT) nicht überschreiten, damit der Gebrauch ihres Geräts zulässig ist:

(Strahlungsleistung des verwendeten Geräts ohne Antenne in dBm + Antennengewinn in dBi) – Verluste in Steckern, Kabeln, usw. in dB <= 20 (für WLAN)

Die meisten Hersteller geben die Strahlungsleistung ihres Produkts in dBm einschließlich dem Antennengewinn an. Die vom Händler mitgelieferten Standardantennen haben einen durchschnittlichen Strahlungsgewinn von ca. 2dBi, den man bei einer Berechnung mit einer anderen Antenne dann abziehen kann. Leider kommt es teils auch vor, dass bestimmte Hersteller die Sendeleistung gar nicht angeben. In diesen Fällen empfehlen wir dem Kunden beim Hersteller oder Händler entsprechende Werte zu eruieren.